jeudi 31 janvier 2008

Verkehrte Welt

Spiegel.de Finnischer Gewerkschafter kritisiert Nokia-Boykott

"Zwist zwischen Gewerkschaftern: Deutschland protestiert gegen die Schließung des Bochumer Nokia-Werks – finnische Gewerkschafter solidarisieren sich dagegen mit dem Management des Handy-Konzerns. Boykott-Aufrufe seien grundfalsch, sagt der Chefverhandler der Gewerkschaft Akava."

"Es ist völlig klar, dass Nokia die Fördergelder zurückzahlen muss. Wir hatten ähnliche Fälle in Finnland. Zudem muss Nokia bei der Schließung mit ausreichend Geld die sozialökonomische Verantwortung übernehmen, so dass die Betroffenen einen neuen Arbeitsplatz bekommen. Darauf hinzuwirken, wäre für deutsche Gewerkschaften und Politiker sinnvoller, als nun mit Boykottaufrufen und Protesten die Schließung verhindern zu wollen. Es ist einfach so, dass Handys unglaublich billig geworden sind und weiter billiger werden. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sie nicht mehr in Industrieländern produziert werden können. Der Umzug in billigere Länder wird zu einer ökonomischen Notwendigkeit."

"Der Schließungsbeschluss für Bochum wurde unprofessionell kommuniziert. Den Schließungsbeschluss rückgängig zu machen, ist aus Produktionskostengründen unmöglich. Da wird Nokia keinen Rückzieher machen. Nokia muss nun sehr, sehr deutlich seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Gleichzeitig müssen Politiker und Gewerkschaften respektieren, dass globale Unternehmen solche Entscheidungen treffen müssen und sie das Rad nicht zurückdrehen können."

1 commentaire:

Unknown a dit…

Ich erlaube mir einen manuellen Trackback auf einen Artikel mit thematischem Bezug:

Gewerkschaften: die Folgen für die Menschen

Besten Dank.